Hg. von Ulrike Krampl, Kristina Schulz und Xenia von Tippelskirch
178 Seiten
ISBN: 978-3-8471-1885-5, ISSN: 1016-362X
Erschienen im Oktober 2025
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Das Thema Migration beherrscht weiterhin die politische Debatte, wobei häufig eine historische Dimension fehlt. Eine transepochale Perspektive kann jedoch zeigen, dass Mobilität konstitutiv für menschliche Gesellschaften ist. In dieser "L'Homme"-Ausgabe werden bislang wenig erforschte geschlechtsspezifische Aspekte dazu in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch lässt sich Migration als historisch vielfältiges und vielschichtiges Phänomen charakterisieren - und dies jenseits der geläufigen dichotomen Vorstellung von vermeintlich mobilen Männern und sesshaften Frauen. Neu in den Blick geraten so Motive, Formen, Räume, Organisation und Folgen weiblicher Mobilität. Die Beiträge beleuchten Facetten von Arbeitsmigration, Migrationspolitik und Logiken der Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften in einem innereuropäischen und transatlantischen Rahmen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
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Inhaltsverzeichnis
Ulrike Krampl, Kristina Schulz und Xenia von Tippelskirch
Editorial S. 9-17
Beiträge
Teresa Schröder-Stapper
Zischen Haus und Garten: Weibliche und männliche Migrationserfahrungen im kolonialen Pennsylvania um 1700 am Beispiel von Enneke Klostermann und Franz Daniel Pastorius, S. 19-39
Linda Guerry
"Für eine gerechte Sache". Familienzusammenführung und Migrationspolitik auf der internationalen Bühne der 1920er Jahre, S. 51-59
Nicole Immig
Frauen in der Migrationsgeschichte Südosteuropas (19. und 20. Jahrhundert), S. 61-75
Extra
Franziska Cont
"Beseelt vom Geiste christlicher Nächstenliebe, sowie geleitet von patriotischen Gesichtspunkten". Die (Selbst-)Mobilisierung der Ursulinenschwestern in Bruneck (Südtirol) im Ersten Weltkrieg, S. 77-93
Forum
Gabriela Signori
Hexen, Dirnen und andere Randgestalten: Neuere Forschungen zu Geschlecht, Marginalität und Mobilität im Spätmittelalter, S. 95-102
Vesela Tutavac
Schulbildung für Frauen in Bosnien und Herzegowina zur Zeit der österreichisch-ungarischen Herrschaft (1878-1918), S. 103-112
Im Gespräch
Nancy L. Green interviewed by Ulrike Krampl, Kristina Schulz and Xenia von Tippelskirch
Challenging the Paradigms: Comparison, Gender and Migration, S. 113-125
Das Interview ist hier open access abrufbar /The interview is available here unter open access
Aktuelles & Kommentare
Judith Kohlenberger
Flucht und Geschlecht: Frauen als ie ,anderen' Flüchtlinge, S. 127-134
Daniela Rüther
Die Sexualisierung des politischen Kampfes gegen Gender in der autoritären Rechten. Ausprägungen und historische Wurzeln, S. 135-141
Aus den Archiven
Benno Gammerl
Intimität und Differenz. Ein autobiografischer Rückblick auf das Innenleben einer deutsch-italienischen Ehe seit den 1960er Jahren aus dem Dokumentationszentrum Migration in Deutschland (DOMiD) S. 143-148
Rezensionen
Karoline Müller
Linda Levy Peck u. Adrianna E. Bakos (Hg.), Women in Exile in Early Modern Europe and the Americas, S. 149-152
Hans Baumann
Beatrice Zucca Micheletto (Hg.), Gender and Migration in Historical Perspective. Institutions, Labour and Social Networks, 16th to 20th Centuries, S. 153-156
Léo Bulliard
Elisabeth Krimmer and Chunjie Zhang (eds.), Gender and German Colonialism. Intimacies, Accountabilities, Intersections, S. 156-159
Marino Ferri
Vera Axyonova, Florian Kohstall u. Carola Richter (Hg.), Academics in Exile. Networks, Knowledge Exchange and New Forms of Internationalizati, S. 159-162
Faruk Güler
Lauren Stokes, Fear of the Family. Guest Workers and Family Migration in the Federal Republic of Germany, S. 162-164
Gabriella Hauch
Georg Spitaler, HILDE KRONES und die Generation der Vollendung. Eine Spurensuche, S. 165-168
Natascha Bobrowsky
Anna Hájková, Menschen ohne Geschichte sind Staub. Queeres Verlangen im Holocaust, S. 168-171
Abstracts, S. 173-175
Anschriften der Autor*innen, S. 177-178